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Formel 1

Formel 1: Wer wird Weltmeister?

Am morgigen Sonntag findet der Große Preis von Mexiko statt und die vorraussichtliche Entscheidung um die Weltmeisterschaft in der Formel 1 wird nach einer tollen Saison fallen. Fans sahen klasse Rennen wie in Aserbaidschan oder der am letzten Wochenende gefahrene Grand Prix in den USA, der spätestens in der Schlussrunde spektakulär wurde.

Über die ganze Saison über führte Sebastian Vettel (GER), doch nach seiner katastrophalen Asien-Tour mit zwei Ausfällen aus drei Rennen lag Vettel plötzlich 59 Punkte hinter seinem Rivalen Lewis Hamilton (GBR). In den USA am vergangenen Sonntag schaffte es Hamilton, vor Vettel auf Platz 1 ins Ziel zu fahren, und baute so den Vorsprung auf 66 Punkte aus.

Fans sahen zur Prime-Time ein tolles Rennen auf dem „Circuit of the Americas“ mit toller Anfangszeremonie, wofür die Amerikaner auch bekannt sind. Das Rennen startete turbulent mit einem Startüberholmanöver von Vettel, der vor Hamilton in Führung ging. In Runde 7 konnte Hamilton jedoch seinen Startplatz zurückerobern.

Der Kniff des Rennens: Vettel und Verstappen (NED) kamen für einen zweiten Stopp und frische Reifenin die Box. Vettel fuhr wieder auf Platz 2, überholte dabei die beiden Finnen Bottas im Mercedes und Teamkollege Kimi Raikkönen. Verstappen arbeitete sich an Bottas vorbei und schaffte es in der letzten Runde nicht nach der langen Gerade zu überholen, wo es üblich wäre. Überholkönig Verstappen dafür in einer dreifachen Linkskurve am Raikkönen vorbei. Sensationelles Rennen bis aufs Podium – dachte man.

Schon letztes Jahr in Mexiko fuhr Verstappen aufs Podium und bekam im Nachhinein eine Strafe und musste noch vor der Ehrung vom Podium hinunter. Beim Überholmanöver gegen Kimi Raikkönen fuhr der Niederländer nämlich mit allen vier Reifen neben der Strecke und kürzte somit ab. Vorteil für ihn. Schon das ganze Wochenende über durfte jeder die Strecke „ausfahren“ wie er wollte, da die Rennkommisare nach Kritik lockerer sein wollten. Renault Debütant Carlos Sainz (ESP) fuhr im gleichen Rennen in der gleichen Kurve genau die gleiche Linie und überholte – keine Strafe. Verstappen jedoch erhielt eine Strafe und wurde vor der Siegerehrung nach unten geschickt – wieder einmal. Nicht nur er und sein Team finden die Entscheidung miserabel, auch Niki Lauda (Mercedes) beschwerte sich lautstark.

Einem Hamilton in Topform reicht übrigens in den kommenden drei Rennen ein 5. Platz für seinen vierten WM-Titel. Vettel helfen also nur mindestens zwei Ausfälle des Briten im zuverlässigen Mercedes. Theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich.

Geschrieben von Nick R.

Beitragsbild: Nick R.

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Der NFL-Boom geht weiter!

Im vergangenen Februar schrieb ich über den NFL-Boom in Deutschland. Die Sportart American-Football hatte große Verbreitung in Deutschland gefunden und das ist auch knapp ein Dreiviertel Jahr später immer noch so. American Football ist immer noch präsent im TV auf Pro7-Maxx und wird sehr oft geschaut. Doch um American Football im Fernsehen soll es in diesem Artikel nicht gehen, vielmehr um das Erlebnis Live ein NFL Spiel zu sehen.

Es war der 2. Oktober 2016. Während meines Urlaubes in London, würde ich ein NFL Spiel im Wembley Stadium sehen. Ein Spiel in einem der berühmtesten Stadien Europas, wenn auch nicht weltweit. Schon zweieinhalb Stunden vor dem Kick-Off, dem Anstoß der Partie, kam ich mit der U-Bahn vor dem Stadion an. Es war schon jetzt gigantisch, Menschen über Menschen. Schließlich waren es über 80.000 Leute, wenn nicht mehr. Zuerst ging ich direkt zum riesigen NFL-Shop. Riesengroße aneinander gereihte Pavillons in denen einzig und allein Fan-Merchandise verkauft wurde. Eine riesengroße Schlange stand davor, was dazu führte das man sich gute zwei Stunden Löcher in den Bauch stand um an die Kasse zu kommen. Ich kaufte mir ein Trikot meiner Lieblingsmannschaft und danach ging ich weiter Richtung Stadion, letzte Sicherheitskontrollen und dann war ich drinnen. Eine unglaubliche Stimmung, die 83.798 Zuschauer könnte man lautstark hören. Da interessierte es keinen ob hier zwei Top Teams spielen oder wie in diesem Fall, mit den Indiana Colts und den Jacksonville Jaguars zwei vermeintlich schlechtere Teams. Schon das Einlaufen war gigantisch. Zwei Teams die, vor den über 80.000 Zuschauern im Stadion und den Millionen Zuschauern aus aller Welt vor dem Fernsehen, alles geben wollen. Die Jacksonville Jaguars, das ausgeloste „Heim-Team“ aus dem sonnigen Florida, wurden ordentlich bejubelt. Schließlich spielen sie jetzt schon seit 2013 jedes Jahr im Wembley Stadium, anlässlich der NFL International Series. Das Spiel war unglaublich, das Spielgeschehen war spannend und die Atmosphäre steigerte das ganze Feeling deutlich. Die Indianapolis Colts führten zwar anfangs deutlich, doch nach der Pause kamen die Jacksonville Jaguars wieder ran und letztendlich haben sie, mit dem „Heimteam-Bonus“, das Spiel sogar mit 30 zu 27 gewonnen. Nach dem Spiel marschierten die über 80.000 Fans auch wieder nach Hause und der U-Bahn-Verkehr war trotz der vielen Fans nicht stockend. Man hat trotz der Menschenmenge nur knapp eine Stunde warten müssen, um mit der U-Bahn wieder loszufahren. Es war für mich ein unglaubliches Erlebnis ein NFL-Spiel live im Wembley Stadium mitzuerleben.

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Zum Schluss noch ein kleiner Fernseh-Tipp. Auch diesen Sonntag kommt die NFL wieder live im Free-TV auf Pro7 Maxx. Diese Woche gibt es wieder zwei Spiele zu sehen. Am 12. Spieltag der regulären Saison gibt es um 19:00 Uhr das Spiel zwischen den Miami Dolphins gegen die Baltimore Ravens in Baltimore und das Spiel New York Giants gegen die Pittsburgh Steelers in Pittsburgh. Bei einem Sieg der Pittsburgh Steelers und einer Niederlage der Baltimore Ravens würde es einen Wechsel in der Tabelle geben, denn dadurch würden die Steelers in ihrer Division, also in ihrer Liga, die Ravens überholen und wären damit wieder ein Play-Off Anwärter.

Artikel und Fotos von Luca.

 

Nachbericht der Boule-AG bei der Jugend-DM 2016

Vom 17 bis 18 September 2016 fanden im hessischen Odenwald auf der Tromm die Deutschen Jugendmeisterschaften im Pétanque statt. Mit dabei waren 16 Sportler aus Sachsen, die für den Pétanqueverband Ost an den Start gingen.

Pétanque, hierzulande eher als Boccia oder Boule bekannt, ist eine Präzisionssportart aus Frankreich. Ziel ist es, seine Metallkugeln so dicht wie möglich an eine kleine hölzerne Zielkugel (Sau) zu bekommen. Mit seinen sechs Kugeln kann man genau das versuchen. Man kann aber auch gegnerische Kugeln “wegschiessen”, eigene Kugeln vorspielen oder gleich die Zielkugel anspielen, um so eigene Kugeln besser zu platzieren. Die Regeln ähneln am ehesten dem Curling, nur dass es bei Boule noch eine dritte Dimension gibt.

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Mit im sächsischen Aufgebot waren drei Schüler des Gymnasiums Bürgerwiese und sieben Schüler des Sempergymnasiums. Für alle ging es am Freitag los. Nach langen sechs Stunden kamen wir endlich auf der Tromm an. Der kurze Schock: Kein Handyempfang!

Ein kleines Trauma für die meisten. Aber egal, die Zelte wurden aufgebaut und dann blieb noch ein wenig Zeit sich einzuspielen.

 

Am nächsten Morgen ging es dann los. Eröffnung, Gruppenfoto und pünktlich um 9.00 Uhr begannen die ersten Partien.

Gespielt wurde in vier Altersklassen:

  • Minimes (bis 11 Jahre)
  • Cadets (bis 14 Jahre)
  • Juniors (bis 17 Jahre)
  • Espoirs (bis 22 Jahre)

Am ersten Tag spielte jedes Team fünf Spiele. Die besten acht Teams spielten dann am Sonntag die Viertelfinalrunden um den Meistertitel, alle anderen spielten ihre K.O.-Spiele im B-Turnier.

Eric Fritsch (Semper) spielte bei den Jüngsten in einem gemischten Team mit zwei Berlinerinnen. Die drei hatten einen super Tag und qualifizierten sich als Vorrundenvierter locker fürs Viertelfinale.

Benny und Theo (Bürgerwiese, und wie Eric zum ersten Mal bei einer DM) spielten mit Talena (Semper) ebenfalls gut, verpassten aber im letzten Spiel knapp das A-Turnier. So erging es auch dem zweiten Cadet-Team Arend, Atalie (Semper) und Philipp (Bürgerwiese), sowie unseren Junioren Leonie, Thi (Semper) und Patricia (Leipzig). Aber alle haben zwei von fünf Spielen gewonnen. Ein gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass wir gegen Gegner spielten, die meist deutlich mehr Erfahrung und Spielpraxis haben.

Am Abend setzte dann der Regen ein. Die meisten zogen vom Zelt in das geräumige Vereinsheim um. Es gab Pizza, Spiele und irgendwann auch Schlaf.

Der Regen blieb uns auch am nächsten Morgen treu. Einige Bahnen waren regelrecht geflutet. Aber Boule ist ein Freiluftsport und so müssen alle ran. Fast alle unserer Sportler haderten mit dem tiefen matschigen Boden und beendeten das Turnier in der ersten K.O.-Runde.

Nicht so Benny, Theo und Talena – sie erreichten sogar das B-Halbfinale der Cadets, wo sie dann aber auf einen überlegenen Gegner trafen. Noch erfolgreicher war Eric mit den beiden Berlinerinnen Gwendolin und Livia. Locker zogen sie ins Halbfinale ein und unterlagen dort nur knapp einem Team aus Hessen. Eric erreichte so den dritten Platz!

Bronze und das bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft! Fast, ja fast hätte er um den Meistertitel spielen dürfen.

Sabine Friedel, Sportwart des PV Ost ist mit dem Wochenende sehr zufrieden. “Alle hatten viel Spaß und über alle Alters- und Schulgrenzen hinweg waren wir eine tolle Truppe. Danke dafür an die beiden Dresdner Schulen, die durch die Boule AG unseren Sport bekannter machen. Natürlich auch ein großes Lob an den AG-Leiter Andreas “Monsieur Boule” Endler, der diese AGs seit sechs Jahren anbietet.”

Für die Schüler vom Sempergymnasium und dem Gymnasium Bürgerwiese geht am Mittwoch der AG-Alltag weiter, bevor im November dann die Winterpause beginnt.

Im Februar wartet für acht Jugendliche dann aber wieder ein Highlight: Der Länderpokal, ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Landesverbänden. Er findet 2017 in Holland statt.