Schlagwort-Archive: Juniorwahl

Juniorwahl 2017 – was denken wir wirklich darüber?

Die Juniorwahl läuft alle vier Jahre parallel zur Bundestagswahl. Nur eben nicht auf der politischen Bühne, sondern an Schulen. Dieses Jahr haben sogar eine Million Schüler aus ganz Deutschland teilgenommen. Doch viele Schüler wussten bis zuletzt nicht, welche Partei sie wählen. Sie haben sich kaum mit dem Thema auseinandergesetzt, außer dass sie eventuell ein paar TV-Duelle gesehen haben. Wir haben eine Umfrage und einige Interviews am Gymnasium Bürgerwiese gemacht, um ein für alle Mal klarzustellen: „Was denken wir wirklich über die Juniorwahl?“

Auswertung der Umfrage

Unser Umfrageteam hat zehn Schüler befragt. Auf die Frage, was ihr von den Wahlergebnissen der Juniorwahl haltet, haben viele von euch, auf einer Skala von 1 bis 5, ihre Antworten zwischen 2 und 3 eingeordnet. Dabei steht 1 für „Finde ich nicht sinnvoll“ und 5 für „Super sinnvoll“. Die Tendenz ging aber eher zur 3, also mäßig sinnvoll.

Auf die Frage, ob euch die Juniorwahl etwas gebracht hat, habt ihr eure Antworten ziemlich zerstreut zwischen 1 und 5 verteilt. Allerdings ist die Mehrheit der von uns befragten Schüler dagegen, die Juniorwahl weiterhin fortzuführen.

Dazu haben wir mal unseren Schulleiter Jens Reichel befragt:

Bürgerblatt: Was halten Sie im Allgemeinen von der Juniorwahl?

Jens Reichel: Es ist sehr gut, dass die Schüler schon frühzeitig zur Wahl angeleitet werden.

Wie finden Sie es, dass die Schüler in diesem Jungen Alter die Möglichkeit haben zu wählen?

Es ist eine gute Übung und Vorbereitung auf das spätere Wahlleben. Das Wahlberechtigungsalter jetzt allerdings in Frage beziehungsweise zur Diskussion zu stellen, wäre spontan nicht möglich, da dies eine große Diskussion aufwerfen würde. Außerdem müssten alle Pro- und Kontra-Argumente gegeneinander abgewogen werden.

Denken Sie, die Schüler haben die Wahl ernst genommen?

Überprüfen kann man dies zwar nicht, allerdings wäre es wirklich tragisch, wenn die Schüler es nicht ernst genommen hätten.

Mit welchem Ziel unterstützt unsere Schule die Juniorwahlen?

An diesem Projekt wird lediglich teilgenommen. Es ist eine freie Wahl.

Durch die Wahlvorbereitungsstunden sind für verschiedene Klassen Unterrichtsstunden ausgefallen. War dies für Sie eher ein notwendiges Übel oder waren die Wahlen die Vorbereitungen wert?

Meiner Meinung nach ist kein Unterricht in diesem Sinne ausgefallen. Für die Schüler war es wichtig, einen Einblick in die schon etwas komplizierte Wahlwelt zu bekommen. Daher wiegt es sich gegenseitig auf.

Danke für das Interview!

 

Und noch ein Interview: Viele kennen sie aus den sogenannten Wahlvorbereitungsstunden. Sie bringen uns das Wahlsystem und die Programme verschiedener Parteien näher, damit wir nicht komplett ahnungslos in diese Wahl hineingehen. Sie überwachen die Wahlen und für all das waren sie sogar in einem Vorbereitungscamp. Wir haben ein Interview mit den Wahlhelfern geführt:

Bürgerblatt: Wie seid ihr zu diesem Juniorwahlprogramm gekommen?

Wahlhelfer: Unsere GRW-Lehrerin (Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft) hat uns angesprochen, und für uns klang es sehr interessant. Also sind wir zu dieser Ausbildung nach Chemnitz gefahren.

War die Ausbildung zum Wahlhelfer sehr anstrengend?

Zugegebenermaßen, ja. Manchmal war es sehr anstrengend, all diesen Seminaren noch folgen zu können.

Hat es sich für Euch gelohnt?

Ja, auf jeden Fall. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben viele Informationen bekommen, die wir an die Schüler weitergeben konnten.

Geschrieben von Lukas N., Magdalena H., Fabien L.

Beitragsbild: Nick R.

Advertisements