Buchrezension: Ein Krieg, von dem kaum einer was weiß

Der mexikanische Drogenkrieg, seit Jahrzehnten andauernd, ein Ende nicht in Sicht. Zum Thema ein Thriller: „Tage der Toten“, von Don Winslow 2005 verfasst, beleuchtet die Brutalität dieses Krieges, der längst nicht mehr nur in Mexiko stattfindet. Warum dieses Thema Luca nicht kalt lässt, warum es ihn so sehr interessiert und was seine Meinung zum Buch ist, erfahrt ihr in dieser Rezension.

Der mexikanische Drogenkrieg – schon fast 50 Jahre dauert er an und ist immer noch aktuell. Der Krieg um Drogen wird auch im Thriller des amerikanischen Autors Don Winslow behandelt. 2005 erschien das Buch. Der Autor thematisiert darin die Zeit von 1977 bis 2004 und bedient sich dabei realer Ereignisse.

Die Geschichte handelt von Art Keller, einem Drogenfahnder der DEA (Drug Enforcement Administration). Er lernt die Brüder Adán und Raul Barerra kennen, die ihn mit ihrem Onkel Miguel Angel Barrera, auch Tió genannt, bekannt machen. Nachdem Tió Keller hilft, zeigt sich das wahre Gesicht der Familie Barerras.

Bald treffen mehrere Handlungsstränge aufeinander und die wahre Brutalität des mexikanischen Drogenkrieges kommt zum Vorschein. Es geht nicht mehr nur um das mexikanisches Drogenproblem, ganz Lateinamerika und die USA sind schließlich darin verwickelt. Art Kellers Ziel: das große mexikanische Kartell stoppen. Er vollführt dabei eine Racheakt als Vergeltung für vergangene Ereignisse am großen Kartell, der Federacion.

Unfassbar und spannend

Das Buch ist nicht nur unglaublich spannend, auch sein Thema ist, meiner Meinung nach, ein sehr spannender Konflikt. Warum mich ausgerechnet der mexikanische Drogenkrieg immens interessiert? Obwohl dieser Krieg schon so lange andauert, wird er immer noch sehr gering von den Medien beleuchtet. Was mich erschreckt hat, ist die wahre Brutalität und die Mengen an Drogen, mit denen gehandelt wird, beziehungsweise die Mengen an Drogen, die von der DEA sichergestellt werden – sie sind unglaublich hoch.

Längst ist der mexikanische Drogenkrieg kein innerstaatliches Problem mehr. Viel mehr sind auch die USA ein essenzieller Teil dieses Krieges: Nicht nur, dass die Staaten den Drogenhandel bekämpfen wollen, auch als Hauptkonsumenten der Drogen spielen die USA eine wichtige Rolle. Sie versorgen die mexikanischen Kartelle mit Geld, somit hört der Drogenhandel gewiss nicht auf. Und dann wundern sie sich, warum die Kartelle immer größer werden. Die USA bekämpft das Problem an der falschen Stelle und das macht diesen Krieg für mich so unfassbar und spannend.

Ich persönlich bin ein großer Fan dieses Buches, nicht nur aufgrund der Spannung, sondern weil der Kern der Geschichte, dass nämlich alles wirklich so passiert ist, das Ganze noch bedrückender macht. Die brutale Wahrheit gibt diesem Buch seinen Reiz. Mich lassen die Handlungen und Beschreibungen im Buch sehr über das Thema nachdenken.

Der mexikanische Drogenkrieg sollte meines Erachtens nach als Thema viel deutlicher beachtet werden. Die Wenigsten wissen etwas über diesen Krieg, über die steigende Macht der großen mexikanischen Kartelle und über den Einfluss der USA, die ja eigentlich das Problem bekämpfen sollten.

 

Geschrieben von Luca K.
Beitragsbild: Luca K.

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